LANCOM Systems bloggt

In unserem Blog teilen wir mit Ihnen aktuelle Entwicklungen für Ihr Business-IT-Netzwerk. Im Fokus stehen Netzwerksicherheit, Standortvernetzung, Netzwerkmanagement und der DigitalPakt Schule. Als etablierter europäischer Hersteller für IT-Netzwerke „Made in Germany“ unterstützen wir Sie DSGVO-konform mit integrierten IT-Netzwerk-Lösungen aus Software, Hardware und Cloud-basiertem Netzwerkmanagement. Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch mit Ihnen.


Gefiltert nach Kategorie Netzwerksicherheit Filter zurücksetzen

Rück- und Ausblick: Was war 2022 und was kommt 2023?

21. Dezember 2022, LANCOM Systems - Netzwerkmanagement, Netzwerksicherheit, Standortvernetzung

Mitarbeitende beim Rückblick 2022 und Ausblick 2023

Das Jahr 2022 neigt sich dem Ende zu – Zeit, einen Blick zurückzuwerfen und einen Ausblick nach vorne zu wagen.

 

In diesem Jahr gab es viele Highlights: Wir haben unter anderem ein Stadion mit Wi-Fi 6 ausrüsten dürfen, 530 ATU-Filialen vernetzt und mit einem Gründungswettbewerb zum Thema „Innovative Ideen für die digitale Zukunft“ junge Unternehmen mit Know-how und Hardware unterstützt.

Gleichzeitig feierten wir im Mai 2022 unser Firmenjubiläum - 20 Jahre LANCOM Systems - mit mehr als 250 Gästen und konnten knapp 70 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei uns begrüßen!

Außerdem haben wir jede Menge neue Produkte auf den Markt gebracht: einen neuen Access-Switch mit PoE, Layer-3-Lite und Cloud Unterstützung, die sehr effektive Firewall UF-760, ein SD-WAN-Gateway, mit welchem man bis zu 1000 Standorte miteinander verbinden kann, ein selbstlernendes Automations-Tool für optimale WLAN-Verbindung und einiges mehr.

Neben all dem hat uns ein Thema besonders beschäftigt: Schulen bei der großen Aufgabe der Digitalisierung zu unterstützen. Im Rahmen des DigitalPakt Schule konnten wir viele Lernstätten mit sicherem, DSGVO-konformen und zuverlässigen Netzwerklösungen ausstatten. Auch in den nächsten Jahren freuen wir uns auf weitere Projekte.

Themen und IT-Trends in 2023

Nach diesem kurzen Rückblick wollen wir einen Ausblick in das nächste Jahr wagen. Wir haben uns gefragt, welche IT-Themen uns 2023 besonders beschäftigen werden und dabei drei Schwerpunkte identifiziert:

Mehr Leistung und schnelle Standortvernetzung

Der Breitbandausbau in Deutschland läuft auf Hochtouren. Der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. gibt an, dass zur Jahreshälfte 2022 26 Prozent der Haushalte mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet waren.* Im nächsten Jahr ist mit weiteren erheblichen Fortschritten zu rechnen. Dasselbe gilt für die 5G-Netzabdeckung. Die Verfügbarkeit wird stetig erweitert und kann von immer mehr Endgeräten entsprechend genutzt werden.

Auch beim Thema WLAN ist nach dem Schritt auf Wi-Fi 6E in 2022 kein Stillstand in Sicht. Das bedeutet: noch mehr Bandbreite, kürzere Latenzen und völlig neue Anwendungsszenarien.

Netzwerksicherheit

Was in den letzten Jahren stetig angestiegen ist, wird auch in 2023 weiter zunehmen: Cyberangriffe – ob kriminell oder geopolitisch motiviert. Wer sich schützen will, ist umso mehr auf eine hochwertige Firewall angewiesen. Gleichzeitig müssen die Netze agiler werden, denn Zugriffe aus dem Homeoffice und mobiles Arbeiten werden nicht wieder so schnell aus dem Arbeitsalltag verschwinden.

Cloud-basierte ZTNA-Lösungen werden hierbei unterstützen: Sie sorgen für sicheren, skalierbaren Remote Access – von Kleinstinstallationen bis hin zu Zehntausenden von Arbeitsplätzen.

Automatisiertes Netzwerkmanagement

Aus diesen zwei Themen, die unserer Ansicht nach 2023 beherrschen werden, ergibt sich ein drittes: Die komplexer werdenden Netze müssen organisiert und verwaltet werden. Vor dem Hintergrund des sich laufend verschärfenden Fachkräftemangels, immer intelligenter werdender Cyberangriffe und einer gesteigerten Komplexität sowie Masse von Daten kann dies mit smarten Lösungen besser garantiert werden. Beispielsweise mit unserer ARC 2.0. Diese ist fester Bestandteil der LANCOM Cloud und hilft beim managen komplizierter Netzwerke durch computergestütztes Lernen.

Die Herausforderung in 2023 sind groß und bieten gleichzeitig spannende Möglichkeiten. Trotz oder auch gerade wegen der Krisen, die uns auch im nächsten Jahr beschäftigen werden, steigen die Anforderungen und Bedarfe an digitaler Vernetzung exponentiell weiter. Wir sind gespannt und natürlich bestens vorbereitet.


*https://www.brekoverband.de/schwerpunkte/breko-marktanalyse/


Impulse für mehr IT-Sicherheit in Deutschland

30. November 2022, LANCOM Systems - IT-Sicherheit, Netzwerksicherheit, Netzpolitik

Keynote von Uwe Neumeier

Unser Geschäftsführer Uwe Neumeier war auf der Innovationskonferenz Cybersicherheit 2022 und hat, in seiner Funktion als Vorstandmitglied der Bitkom, drei spannende Erkenntnisse mitgebracht:

Erkenntnis Nr. 1: Es fehlt nicht an Bewusstsein für die Relevanz von IT-Security in Deutschland.

Dank der intensiven und engagierten Aufklärungsarbeit von BSI, bitkom und Co. und der vermehrten Berichterstattung der Medien über Cyberattacken und deren Schäden sind Unternehmen und Gesellschaft sensibilisiert. Laut einer Umfrage des Eco haben 54 % der deutschen Unternehmen ihre Ausgaben für IT-Sicherheit im Jahr 2022 erhöht. In einer Umfrage durch PWC wurde außerdem deutlich, dass fast 60 % der deutschen CEOs Cyber-Angriffe als das aktuell größte Geschäftsrisiko ansehen.

Erkenntnis Nr. 2: Wir haben das nötige Know-how, um uns zu schützen.

Das Bewusstsein dafür ein Problem zu haben, ist das eine, auch eine passende Lösung parat zu haben, das andere. In Deutschland haben wir beides! Von den 90.000 Unternehmen in der IT-Landschaft Deutschlands erwirtschaften circa 1.000 Unternehmen im Jahr jeweils mindestens 10 Mio. Euro Umsatz im IT-Security-Umfeld. Die Brache ist also gut aufgestellt und hat die nötigen Mittel, um sich weiter zu entwickeln. Uwe Neumeier sagt in seiner Keynote auf der Innovationskonferenz: „Wir sollten dieses Know-how kooperativ und nachhaltig fördern – vom Start-up bis hin zum etablierten Unternehmen und für mehr digitale Souveränität eintreten.“

Erkenntnis Nr. 3: Wir brauchen mehr kooperatives Zusammenarbeiten.

Nur gemeinsam und kooperativ können wir innovativ bleiben und den Cyber-Kriminellen einen Schritt voraus sein. Ein Unternehmen alleine wird mit dem Innovationsdruck auf Dauer nicht Schritthalten können. Ein weiteres Hindernis ist der herrschende Fachkräftemangel. 2022 gab es 96.000 unbesetzte Stellen im IT-Markt. Gute und digital kompetente Leute sind der wichtigste Faktor, wenn es darum geht, Deutschland digital nach vorne zu bringen und digitale Souveränität zurückzugewinnen. Auch besonders wegen dieser unbesetzten Stellen ist ein Austausch unerlässlich. Im agilen Teamplay braucht es die Verknüpfung von Know-how.

Hier können Forschungsinstitute beim Transfer zwischen Forschung und Wirtschaft einen wertvollen Beitrag leisten.

Und nun?

Drei Erkenntnisse, die auch ein Fragezeichen hinterlassen: Wie geht die Branche mit den fehlenden Fachkräften um? Ein Weg kann mehr Kooperation sein. Zeitgleich sollte in Schulen, Universitäten und Ausbildungsunternehmen IT-Know-how ganz selbstverständlich im Lehrplan stehen, um die zukünftige Gesellschaft bedarfsorientiert auszubilden.

Darum appelliert Uwe Neumeier: „Lassen Sie uns gemeinsam dafür eintreten: Digitale Souveränität und Ausbildung müssen Priorität haben und IT-Security braucht Wissenstransfer – in enger Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten. So können wir die IT-Security und die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft fördern, den hoch-innovativen wissenschaftlichen IT-Nachwuchs in Deutschland unterstützen und den Austausch mit der Wirtschaft intensivieren.“