Supervectoring
Leistungsfähige VDSL-Kupferanbindung
Was bedeutet Supervectoring?
Verglichen mit VDSL bietet die Supervectoring-Erweiterung eine deutliche Erhöhung der möglichen Datenrate. Mit Supervectoring – auch bekannt als: Vectoring+, Super Vectoring oder Supervectoring 35b – wird die Übertragungsfrequenz auf bestehenden Kupferleitungen nach Vectoring nochmal deutlich erhöht. Supervectoring-Anschlüsse bieten in der Praxis Bandbreiten bis 300 MBit/s im Downstream bei deutlich verbesserten Latenz- und Stabilitätswerten gegenüber klassischem VDSL.
Wie funktioniert Supervectoring?
Die folgenden Grafiken erklären den Unterschied zwischen VDSL ohne Vectoring, VDSL mit Vectoring und VDSL mit Supervectoring:
Die Grafik zeigt eine normale VDSL-Anbindung. Dabei wird der Datenstrom aus einer Hauptverteilerstelle über Glasfaser zu einem Verteilerkasten geleitet und anschließend über Kupferkabel an z. B. Haushalte transportiert.
Die Probleme von VDSL ohne Vectoring:
- In einem Kupferkabel befinden sich viele kleine "Kupferadern", die nicht voneinander abgeschirmt sind
- Die Kupferadern stören sich gegenseitig bei Datenübertragungen
- Auftreten von Empfangsstörungen möglich
- Einschränkung der Bandbreite und Reichweite bei Signalübertragungen
Das Szenario ist unverändert. Auch hier wird der Datenstrom aus einer Hauptverteilerstelle über Glasfaser zu einem Verteilerkasten geleitet und anschließend über Kupferkabel an z.B. Haushalte transportiert.
Unterschied mit Vectoring:
- Spezieller DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer) im Verteilerkasten
- Messung der Störungen in der Kupferleitung und den einzelnen Kupferadern
- Versendung eines gegenläufigen Signals, welches die Störung in der Leitung neutralisiert
- Übertragungsraten von bis zu 100 MBit/s bei Downloads
Im Vergleich zu normalem Vectoring wird bei Supervectoring das genutzte Frequenzspektrum von bislang 17 MHz auf 35 MHz erhöht. Dies führt insbesondere auf kurzen Distanzen zwischen Verteilerkasten bis zum Router zu einem deutlichen Geschwindigkeitsgewinn auf bis zu 300 MBit/s.
Neu mit Supervectoring:
- Erweiterung des genutzten Freuenzbereiches von 17 MHz auf 35 MHz
- Deutliche Leistungssteigerung mit Übertragungsraten von bis zu 300 MBit/s bei Downloads
Das LANCOM Supervectoring-Portfolio
Um die Supervectoring–Technik auch als Endanwender nutzen zu können, wird neben der Umrüstung der Verteilerkästen auch der passende Router am jeweiligen Anschluss benötigt. Supervectoring-fähige LANCOM Secure SD-WAN Gateways und VPN-Router bieten für jede Netzwerkgröße das passende Modell – inkl. Wi-Fi 6, 4G oder 5G sowie Telefonie-Migration von ISDN auf IP-basierte Anschlüsse.
LANCOM Supervectoring-Geräte im Überblick
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