Supervectoring

Supervectoring – Die nächste VDSL-Generation

Was bedeutet Supervectoring?

Verglichen mit VDSL bietet die jüngste Erweiterung des VDSL-Standards eine deutliche Erhöhung der möglichen Datenrate. Mit dem sogenannten Supervectoring (auch bekannt als: Vectoring+, Super Vectoring oder Supervectoring 35b) wird die Übertragungsfrequenz auf bestehenden Kupferleitungen nach Vectoring nochmal deutlich erhöht. Dabei können Geschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s erreicht werden.

Supervectoring-Ausbau

Im August hat die Deutsche Telekom mit dem Ausbau von Supervectoring begonnen. Da sich die Umrüstung der Verteilerkästen lediglich auf einen Kartentausch beschränkt, plant die Deutsche Telekom bis Ende 2019 bereits 95% aller bestehenden VDSL-Anschlüsse auf schnelles Supervectoring umgestellt zu haben.

Supervectoring Ausbau

Wie funktioniert Supervectoring?

Die folgenden Grafiken erklären den Unterschied zwischen VDSL ohne Vectoring, VDSL mit Vectoring und VDSL mit Supervectoring:

VDSL ohne Vectoring

VDSL-ohne-Vectoring

Die Grafik zeigt eine normale VDSL-Anbindung. Dabei wird der Datenstrom aus einer Hauptverteilerstelle über Glasfaser zu einem Verteilerkasten geleitet und anschließend über Kupferkabel an z. B. Haushalte transportiert.

Die Probleme von VDSL ohne Vectoring:

  • In einem Kupferkabel befinden sich viele kleine "Kupferadern", die nicht voneinander abgeschirmt sind
  • Die Kupferadern stören sich gegenseitig bei Datenübertragungen
  • Auftreten von Empfangsstörungen möglich
  • Einschränkung der Bandbreite und Reichweite bei Signalübertragungen

VDSL mit Vectoring

VDSL-mit-Vectoring

Das Szenario ist unverändert. Auch hier wird der Datenstrom aus einer Hauptverteilerstelle über Glasfaser zu einem Verteilerkasten geleitet und anschließend über Kupferkabel an z.B. Haushalte transportiert.

Unterschied mit Vectoring:

  • Spezieller DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer) im Verteilerkasten
  • Messung der Störungen in der Kupferleitung und den einzelnen Kupferadern
  • Versendung eines gegenläufigen Signals, welches die Störung in der Leitung neutralisiert
  • Übertragungsraten von bis zu 100 MBit/s bei Downloads

VDSL mit Supervectoring

Im Vergleich zu normalem Vectoring wird bei Supervectoring das genutzte Frequenzspektrum von bislang 17 MHz auf 35 MHz erhöht. Dies führt insbesondere auf kurzen Distanzen zwischen Verteilerkasten bis zum Router zu einem deutlichen Geschwindigkeitsgewinn auf bis zu 300 MBit/s.

VDSL-mit-Supervectoring

Neu mit Supervectoring:

  • Erweiterung des genutzten Freuenzbereiches von 17 MHz auf 35 MHz
  • Deutliche Leistungssteigerung mit Übertragungsraten von bis zu 300 MBit/s bei Downloads

Das LANCOM Supervectoring-Portfolio

Um die Supervectoring–Technik auch als Endanwender nutzen zu können, wird neben der Umrüstung der Verteilerkästen auch der passende Router am jeweiligen Anschluss benötigt. Mit der kommenden LANCOM 179x-Serie, kann das Maximum der zusätzlichen Bandbreite genutzt werden.

Preview: Supervectoring-Router

  • Für jeden Anwender das passende Gerät: Das LANCOM Portfolio bietet moderne Supervectoring-Router für den Business-Bereich!
  • Zusätzlich erhältlich mit WLAN oder LTE / 4G-Backup
  • Einfache Telefonie-Migration von ISDN auf IP-basierte Anschlüsse (All-IP)
  • Sichere VPN-Standortvernetzung

Anfrage

Sie möchten mehr über die Technologien von LANCOM erfahren? Wir beraten Sie gerne.

Ihr Ansprechpartner

Daniel Schnakenberg

Gruppenleiter Vertrieb Deutschland – Innendienst

Telefon: +49 (0)2405 49936 226