Mit der Firewall kann Datenverkehr von und zu WLAN-Netzen auf IP-Ebene gefiltert werden. Es ist eine Deny-All-Strategie (jeglicher Verkehr wird verboten, bis auf konfigurierte Ausnahmen) oder eine Allow-All-Strategie (jeglicher Verkehr wird erlaubt, nur Ausnahmen werden verboten) möglich. Es können neben IP-Adressen auch Hostnamen / DNS-Namen als Ziel verwendet werden. Die Firewall liest dazu jegliche DNS-Anfragen von Clients im betroffenen WLAN-Netzwerk mit und speichert die aufgelösten IP-Adressen bis zum Erreichen der TTL (time-to-live) in einem internen Zwischenspeicher. Versucht ein Client anschließend die Verbindung zu einer so ermittelten IP-Adresse aufzubauen, kann diese - je nach Konfiguration - blockiert oder erlaubt werden.
Eine lückenlose Blockade von DoH ist prinzipbedingt nicht möglich; steht im Vordergrund, dass jeglicher unkontrollierter Traffic unterbunden werden muss, empfiehlt sich daher eine Deny-All-Strategie zu konfigurieren und erlaubte Dienste explizit freizuschalten.
Beim Roaming eines Client zwischen APs stellen die Applikationen des Clients normalerweise nicht als Reaktion darauf neue DNS-Anfragen. Dies erfolgt i.d.R. erst nach Ablauf der TTL (time-to-live). Die Firewall des AP, auf den geroamt wird, kann also keine DNS-Anfragen analysieren und die aufgelösten IP-Adressen lernen und daher den Datenverkehr des Clients eigentlich nicht blockieren.Um dies trotzdem zu ermöglichen, wird der DNS-Cache der Firewall zwischen APs, welche mit der oder den selben SSIDs konfiguriert sind, via IAPP übertragen und synchron gehalten. Dadurch erzeugen alle zusammengehörigen APs des Netzwerks das selbe effektive Firewall-Regelwerk und können den Datenverkehr basierend auf den IP-Adressen filtern, die ein beliebiger AP im Netzwerk aus den DNS-Anfragen des Clients ermittelt hat. Der aktuelle DNS-Cache lässt sich auf dem AP mittels des CLI-Befehls ls /Status/DNS/Snooping-Results einsehen.
- SNMP-ID:
- 2.47
- Pfad Konsole:
- Setup