Mit dem WLAN End-to-End-Test lässt sich die Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit eines WLANs aus Sicht eines Endgeräts überprüfen – ganz ohne zusätzliches Testgerät vor Ort. Dazu wird ein vorhandener R&S®LANCOM Access Point vorübergehend in den Client-Modus versetzt und führt definierte Tests entlang des gesamten Verbindungswegs vom WLAN bis ins Internet aus.
Der Test erkennt unter anderem Probleme bei der WLAN-Authentifizierung, der IP-Adressvergabe per DHCP, der Namensauflösung über DNS, der Anmeldung an einem Captive Portal sowie bei Ping- und HTTP-Verbindungen. Die Testprofile können an die jeweilige Netzwerkumgebung angepasst werden. Nicht benötigte Tests lassen sich dabei aus dem Profil entfernen – beispielsweise der Captive-Portal-Test, wenn kein Hotspot betrieben wird.
Ein Testlauf kann bei Bedarf manuell durch einen Administrator gestartet oder über die interne Cron-Tabelle regelmäßig geplant werden. Die Ergebnisse werden in den entsprechenden Logtabellen gespeichert und zusätzlich an den Gerätesyslog weitergegeben. Von dort können sie beispielsweise an externe SIEM-Systeme weitergeleitet werden.
Während der Testausführung arbeitet der Access Point im Client-Modus. Dadurch steht er vorübergehend nicht für den normalen WLAN-Betrieb zur Verfügung und verbundene Clients werden getrennt. Nach Abschluss des Testlaufs wechselt der Access Point automatisch zurück in den normalen Betriebsmodus und nimmt die Versorgung der WLAN-Clients wieder auf.
- WLAN-Verbindung
- Netzwerkverbindung einschließlich DHCPv4, DHCPv6 und SLAAC
- DNS-Auflösung
- Captive Portal
- Ping
- HTTP-Verbindung
Diese Reihenfolge kann nicht verändert werden, da die einzelnen Prüfungen aufeinander aufbauen. Eine WLAN-Verbindung ist beispielsweise die Voraussetzung für die Netzwerkkommunikation, eine gültige IP-Adresse wird für DNS-Abfragen benötigt, und ein HTTP-Test ist gegebenenfalls erst nach erfolgreicher Anmeldung am Captive Portal möglich.
Die Einstellungen zum WLAN End-to-End-Test finden Sie unter .

Testergebnisse
Die Ergebnisse der einzelnen Subtests werden jeweils in separaten Tabellen unter gespeichert. Zusätzlich gibt es eine eigene Historientabelle, in der die Ergebnisse aller Subtests chronologisch in einer gemeinsamen Tabelle aufgeführt werden. Die Historientabelle ist damit vergleichbar mit einem Syslog, enthält jedoch ausschließlich Einträge zum WLAN E2E-Test.