Zwei Jahre Digitalpakt: Da steht die Schuldigitalisierung heute

Veröffentlicht am: 6. April 2021 Autor: Ralf Koenzen Veröffentlicht in Unternehmen Keine Kommentare

Fast genau zwei Jahre (19. März 2019) ist es her, dass der DigitalPakt Schule nach langem Tauziehen zwischen Bund und Ländern endlich verabschiedet wurde. Nach mehreren pandemiebedingten „Updates“ stehen mittlerweile insgesamt etwa sieben Milliarden Euro für die Modernisierung unserer Schulen bereit und warten auf Abruf.

Und genau daran entzündet sich die Kritik: Es ginge nicht schnell genug, hören wir von vielen Seiten. Denn spätestens seitdem COVID-19 Millionen von Schüler:innen über Wochen oder gar Monate ins Homeschooling verbannt hat, wurde für jedermann sichtbar, dass viele unserer Schulen in der digitalen Welt noch nicht angekommen sind.

Wird wirklich getrödelt?

Anlässlich des zweiten Jahrestages der Digitalpakt-Verabschiedung wurde auch wieder Bilanz gezogen – und die fällt auf den ersten Blick verheerend aus. Gerade mal zwei Prozent der Gelder wurden bislang aus dem ursprünglichen Fördertopf für die Ausstattung der Schulen mit WLAN, Netzwerken, Whiteboards & Co. abgerufen, wie nicht nur die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete – und bezog sich dabei auf die jüngsten Wasserstandsmeldungen aus den Ländern, die zweimal jährlich gezogen werden.

Doch genau die bilden die Realität nur ungenügend ab. Ja, der sogenannte Mittelabruf lag bei nur zwei Prozent. Ein weiterer wichtiger Indikator, die Mittelbindung – also das Geld, das bereits fest für Projekte eingeplant ist, von denen sich viele auch schon in der Umsetzung befinden, findet jedoch kaum Beachtung. Diese lag bei immerhin 15 Prozent und damit ein Vielfaches höher. Sehen wir uns dann den Zeitpunkt der Erhebung an, wird das Bild noch klarer: Die Zahlen stammen nämlich von Ende 2020 und hinken damit um immerhin drei Monate hinterher.

DigitalPakt ist weiter als angenommen

Im Klartext heißt das: Der DigitalPakt ist schon weiter, als es auf den ersten Blick scheint. Dass dies vielerorts nicht gesehen wird, liegt sicher auch daran, dass ein großer Teil der Schüler:innen ihre Schulen seit Monaten nicht von innen gesehen haben und eher mit der eigenen IT-Ausstattung zu Hause kämpfen als mit einem eventuell fehlenden Schul-WLAN. Doch wir bekommen täglich mit, dass sich in den Schulen viel bewegt.

Alleine mit Hilfe unserer WLAN-Lösungen sind bereits mehr als tausend Schulen ans Netz gegangen und haben die Basis gelegt, um nach dem Ende des Homeschoolings modernen, digital gestützten Unterricht anzubieten. Tolle Praxisbeispiele zur Schuldigitalisierung sind die Stadt Helmstedt, deren Grundschulen mit bei den ersten waren, die in Niedersachsen den Digitalpakt-Förderbescheid in ein High-Tech WLAN umwandelten, das Erzbistum Paderborn, das auf einen Schlag alle 19 Schulen ins digitale Zeitalter beförderte oder auch die Gemeinde Helgoland, die in der kleinsten Schule Deutschlands auf ein top-modernes WLAN aus der Cloud setzt.

Dass die Digitalpakt-Umsetzung deutlich an Fahrt gewinnt, merken wir jeden Tag. Noch nie zuvor sind innerhalb eines Monats so viele Ausschreibungen für Schul-WLANs veröffentlicht worden, noch nie zuvor gab es so viele Projektanfragen. Die nächste große Installationswelle zeichnet sich – sehr deutlich – für die kommenden Sommerferien ab.

Themenforum beantwortet offene Fragen

Trotz des großen Engagements der Schulen und Schulträger sehen wir allerdings auch, dass es immer noch viele offene Fragen rund um die Schuldigitalisierung gibt – etwa zum so wichtigen Datenschutz, zu IT-Sicherheitsthemen, der technischen Umsetzung oder bei der Entwicklung tragfähiger Konzepte.

Genau diese Fragestellungen adressieren wir mit unserem mittlerweile dritten Themenforum Digitale Bildung, das vom 13. bis 15. April seine virtuellen Pforten öffnet. Hier teilen Experten, die die Schuldigitalisierung hautnah miterleben und mitgestalten, ihr Wissen mit Ihnen: vom Einsatz der richtigen Technik bis hin zu datenschutzrechtlichen Grundlagen. Alles nach dem Motto: Es gilt, die digitalen Bildungskonzepte vorausschauend zu planen und richtig umzusetzen. Melden Sie sich unverbindlich an, die Teilnahme ist kostenlos.

Sie sehen also: Hinter den Kulissen herrscht alles andere als Trödelei. Und wir sind sehr stolz darauf, mit unseren WLAN-Lösungen so viele Schulen auf dem Weg ins digitales Zeitalter begleiten zu dürfen.

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