Termin beim Teledoc: Digitale Transformation im echten Leben

Pflegerin steht vor telemedizinischem Rollständer und die Heimbewohnerin liegt im Bett.

Foto: Docs in Clouds

Der Pfleger misst den Blutdruck und schreibt ein EKG. Der Arzt führt ein ausführliches Anamnese-Gespräch mit dem Patienten, einem Bewohner des örtlichen Pflegeheims. Eigentlich wäre an der Situation nichts Außergewöhnliches, läge zwischen Arzt und Patient nicht eine räumliche Distanz von rund zehn Kilometern. Eine ausgeklügelte, Cloud-basierte telemedizinische Lösung macht es möglich.

Telemedizin als Zukunft für Ärzte & Co.

Die Telemedizin ist nicht ohne Grund ständig in den Medien. Selbst die Tagesschau und Tagesthemen haben erst kürzlich ausführlich über die Möglichkeiten der telemedizinischen Konsultation berichtet. Schließlich geht es bei dem Thema um sehr viel. Deutschland leidet schon heute in ländlichen Gebieten unter einem medizinischen Versorgungsengpass. Auch in größeren Städten nehmen Arbeits-, Zeit- und Kostendruck für Ärzte und Pflegepersonal in Praxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen immer mehr zu und lassen immer weniger Zeit für Hausbesuche bei Kranken und Alten. Um diese Herausforderungen zu meistern, brauchen wir einfache und effiziente Lösungen.

Direkt vor unserer Haustür im benachbarten Aachen hat sich ein Unternehmen aufgemacht, mit einer innovativen Telemedizin-Lösung genau diese Probleme zu adressieren und damit en passant das Gesundheitswesen zu revolutionieren. Gleichzeitig ist die Lösung von Docs in Clouds ein wunderbares Beispiel dafür, wie Digitale Transformation funktioniert.

Der Arzt aus der Wolke

Telemedizinischer Rollständer

Foto: Docs in Clouds

Die Idee ist simpel: Docs in Clouds möchte niedergelassene Ärzte entlasten und die drohende medizinische Unterversorgung ländlicher Regionen auffangen. Wie das gelingt? Die Lösung des Unternehmens setzt dort an, wo viele Notfälle vermeidbar sind: in den Pflege- und Seniorenheimen. Das „Herz“ der Lösung: Ein medizinischer Rollständer, genannt Teledoc, der eine umfassende Konsultation durch den jeweiligen Hausarzt ermöglicht, ohne dass dieser vor Ort im Pflegeheim sein muss. Lediglich eine Pflegefachkraft, die den Patienten betreut, muss den Anweisungen des Arztes folgen. Der Teledoc übermittelt Video- und Sprachdaten und misst Puls, Atemfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und erstellt ein EKG. Alle Daten werden in Echtzeit an den behandelnden Arzt gesendet.

Die gesamte Kommunikation und Datenverarbeitung läuft über eine zentrale Cloud-Plattform. Die Cloud-Infrastruktur der Docs in Clouds steht an zwei Standorten in Deutschland, womit alle gespeicherten und verarbeiteten Daten dem deutschen bzw. europäischen Datenschutzrecht unterliegen. Die sensiblen Patientendaten werden sicher verschlüsselt über VPN-Kanäle übertragen, womit ein Maximum an Schutz gewährleistet wird. Für uns besonders erfreulich: die Lösung nutzt mit Mobilfunkrouter, vRouter und VPN-Client unsere Komponenten!

Immense Vorteile für alle Beteiligten

Das ganze System bietet immense Vorteile für alle Beteiligten. Für den Hausarzt fallen die zeitintensiven und kostspieligen Hausbesuche weg. Gleichzeitig kann der Hausarzt durch die telemedizinische Konsultation schneller reagieren, frühzeitig Therapien einleiten oder bei einem tatsächlichen Notfall effizient helfen. Mitunter werden dadurch gar unnötige Krankenhauseinweisungen vermieden.

Auch der Heimbetreiber gewinnt. Im Wettbewerb mit anderen Anbietern kann er mit einer überdurchschnittlichen medizinischen Versorgung punkten, die nicht zuletzt auch die Angehörigen der Heimbewohner beruhigt. Die Pflegekräfte im Heim werden entlastet, weil die flexibel abrufbare telemedizinische Konsultation des Hausarztes die Sicherheit im Umgang mit dem erkrankten Heimbewohner erhöht.

Sichere Netze als Basis

Zwei Komponenten kommen hier per Excellence zusammen: eine tolle – eigentlich ganz einfache Idee – und die nötigen, ausreichend sicheren Infrastrukturkomponenten als Basis. Gerade in der medizinischen Versorgung sind solche Ansätze geeignet, einerseits die Versorgungsqualität zu erhöhen und andererseits die Gesamtkosten im Gesundheitssystem dauerhaft drastisch zu reduzieren.

Generell gilt: Wer nicht den Anschluss an seine Mitbewerber verlieren möchte – und das gilt längst nicht nur für den Medizinbetrieb, sondern für alle Bereiche der Wirtschaft –, der sollte auf jeden Fall bei der Digitalisierung „mitmischen“. Die wirklich innovativen Ansätze finden aber erst in der Digitale Transformation statt – also in der Schaffung völlig neuer Prozesse und Geschäftsmodelle auf Basis digitaler Technologien.

Hier zeigt sich dann, wer verstanden hat, welche enormen Potentiale diese bieten und wie ein Mehrwert für Kunden, Markt und Gesellschaft erzielt wird. Doch egal welche Branche, und ganz egal, ob „nur“ Digitalisierung oder „echte“ Transformation, eines ist klar: Zuverlässige und sichere Netze sind die unabdingbare Grundlagen. Denn überall, wo digitalisiert wird, fallen Daten an, die verarbeitet und transportiert werden müssen. Lokal, übers Internet, drahtlos – in allen möglichen Formen. WAN, LAN und WLAN sind deshalb die Schlüssel für einen erfolgreichen Weg in die digitale Zukunft – und wir freuen uns auf viele weitere, spannende und kreative Projekte unserer Partner und Kunden.

Übrigens beschloss in der vergangenen Woche der Deutsche Ärztetag in Erfurt eine Änderung der Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte und macht damit den Weg frei für eine umfangreichere Nutzung von telemedizinischen Lösungen. Wir freuen uns über dieses positive Signal und den damit einhergehenden Fortschritt bei der Patientenversorgung!

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