So shoppen wir morgen: Wie der stationäre Handel sich gegen die Onliner wappnet

Mobile Payment, WLAN und ESL im EinzelhandelDas Jahr 2020, eine Einkaufsmeile irgendwo in Deutschland: Eine Kundin betritt den Store einer großen Modekette. Wenige Augenblicke vergehen und sie erhält erste Aktionsangebote per Push-Benachrichtigung auf ihr Smartphone. Gleichzeitig flackern Werbespots zur aktuellen Damenkollektion über Videowalls in ihrer unmittelbaren Nähe. An der Kasse holt Sie die im Online-Shop bestellte Ware ab. Über den WLAN-Hotspot schickt sie Bilder ihrer Kleiderauswahl an ihre Freundinnen, die bei der Entscheidungsfindung helfen. Eine Mitarbeiterin bestellt über ihr Tablet nicht vorhandene Ware einfach online nach und lässt diese direkt zur Kundin nach Hause liefern. Bezahlt wird ohne großen Aufwand kontaktlos mit dem Smartphone.

So könnten in naher Zukunft unsere Shopping-Ausflüge aussehen.

Viele neue, leistungshungrige Trends und Lösungen

Was für Viele noch wie Zukunftsmusik klingt, dürfte auf der diesjährigen EuroCIS in Düsseldorf schon zum Greifen nahe sein. Auf der größten europäischen IT-Messe für den Handel erwarten uns wieder viele neue, spannende Trends und Lösungen, die uns der digitalen Welt von morgen ein Stück näherbringen.

Neuartige IP-Kameras sollen alte Techniken wie Lichtschranken, Radar- oder Lasersensoren ablösen. Gleichzeitig sollen sie in der Lage sein, die Mimik und Gestik des Kunden zu interpretieren, um entsprechende Rückschlüsse auf das Kaufverhalten zu schließen.

Moderne Kassensysteme kommen in den unterschiedlichsten Ausführungen, z. B. als Self-Checkout oder mobile Variante, mit verschiedenen Funktionen wie Verfügbarkeitsabfragen oder Click & Collect.

Eine der derzeit am meisten gehypten Lösungen für den Point of Sale ist Digital Signage. Touchscreens und Videowalls sind allerorts auf dem Vormarsch. Doch der Kunde soll nicht nur etwas fürs Auge erhalten, er soll auch selber mit den Displays interagieren. Dabei wird das Digital Signage-System mit individuellen Inhalten gefüttert, die aus der Verknüpfung mit dem Smartphone über sogenannte Location Based Services gewonnen werden.

Doch auch etablierte Systeme wie die elektronische Preisauszeichnung oder WLAN-Hotspots für Kunden, erfreuen sich großer Beliebtheit. Dennoch, das zeigt die Studie „Der deutsche Einzelhandel 2017“ von ibi research, ist auch hier noch deutlich Luft nach oben: gerade einmal ein Drittel der deutschen Einzelhändler bietet seinen Kunden kostenloses WLAN an.

All diese Anwendungen nutzen, sammeln oder stellen Daten bereit. In ihrer Gesamtheit brauchen Sie vor allem drei Dinge: eine sinnvolle Strategie, viel Bandbreite und eine leistungsstarke Vernetzung. In der Studie von ibi research gab so auch fast die Hälfte der befragten Einzelhändler an, dass Sie bereits eine Digitalisierungsstrategie haben. Bei der Breitbandanbindung hingegen sind die Einzelhändler weitestgehend auf die Politik angewiesen, damit auch schnelles Internet in schlecht versorgte Gebiete gelangt. Die richtige Vernetzung ihrer Filialen und Stores haben die Unternehmen indes selbst in der Hand. Und dafür können sie einiges tun.

Auf das Netzwerk kommt es an

Wie wichtig WLAN und Co. für die digitale „Evolution“ des Einzelhandels sind, zeigt das Beispiel Omnichannel, die Verschmelzung von stationärem und Online-Handel. Rund 35 Prozent der Einzelhändler (Quelle: ibi research: „Der deutsche Einzelhandel 2017“) setzen bereits heute auf einfallsreiche Konzepte, die aber nur deshalb funktionieren, weil die Stores über eine leistungsstarke Anbindung verfügen und die drahtlose Vernetzung dort reibungslos funktioniert. Schließlich will kein Kunde minutenlang auf eine Antwort warten, wenn es darum geht, ob zum Beispiel das ausgewählte Kleidungsstück in einer anderen Größe noch in einer anderen Filiale oder im Logistikzentrum verfügbar ist. Hier zählt nur eins: Schnelligkeit. Sonst ist der Kunde bei der Konkurrenz um die Ecke oder – noch schlimmer – er landet beim Onliner.

Bei modernen Kassensystemen sieht es ähnlich aus: Sie erfüllen immer mehr Funktionen und sind dementsprechend leistungsstärker, um Daten immer schneller verarbeiten zu können. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn die Kasse auch als Filialserver fungiert und eine wichtige Schnittstelle zum Warenwirtschafts- und CRM-System des Einzelhändlers darstellt. Eine leistungsstarke Anbindung an das Internet und das Unternehmensnetz ist für moderne Kassensysteme das A und O.

Auch Digital Signage steht und fällt mit der Vernetzung. Schnelle Datenübermittlung und Reaktionszeiten bilden die Basis, damit die Systeme reibungslos funktionieren. Performante Netzwerke sind unabdingbar, sonst zieht der Kunde weiter.

Software-defined Networking wird zum Türöffner

Doch der stationäre Einzelhandel steht unter einem stetigen Druck: er muss dem Onlinehandel die Stirn bieten, den Preiskampf mit der Konkurrenz ausfechten und dem Kunden ständig neue Impulse bieten, damit dieser den Weg in die Läden findet. Zeit ist dabei ein rares Gut. Die IT-Abteilungen arbeiten unter Hochdruck daran, die stets neuen Anforderungen abzubilden – mit viel zu wenig Zeit für das Management und die Wartung ihrer Netze. Hier braucht der Handel Lösungen, die komplexe Abläufe in einfache – oder noch besser –  automatisierte Prozesse umwandeln.

Software-defined Networking heißt dabei das Zauberwort. Das Ausrollen großer Standortvernetzungen, das Aufsetzen eines neuen WLANs, die Verwaltung von Electronic Shelf Labels oder die ganze Vernetzung einer neuen Filiale werden so zum Kinderspiel. Vormals komplexe Prozesse, die Tage oder Woche gedauert haben, nehmen dank SDN- und Cloud-Technik nur Minuten oder Stunden in Anspruch. SDN wird damit zum Türöffner für die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel.

31 Prozent der Händler, die ibi research in seiner Studie befragt hat, sehen die Digitalisierung als große Chance und mit einer professionellen Netzwerkinfrastruktur und SDN rückt die digitale Welt von morgen für den Einzelhandel in greifbare Nähe.

Wer erfahren möchte, wie agile Netze zur Schlüsseltechnologie für die digitale Transformation des Einzelhandels werden, besucht uns am besten vom 27.02. bis 03.01. auf der EuroCIS in Düsseldorf. Kostenlose Tickets erhalten Sie auf unserer Webseite.

Getagged mit: , , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Wenn Sie einen Kommentar hinterlassen, speichert das System automatisch folgende Daten:

  • Ihren Namen oder Ihr Pseudonym (Pflichtangabe / wird veröffentlicht)
  • Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtangabe / wird nicht veröffentlicht)
  • Ihre IP (Die IP wird nach 60 Tagen automatisch gelöscht)
  • Datum und Uhrzeit des abgegebenen Kommentars
  • Eine Website (freiwillige Angabe)
  • Ihren Kommentartext und dort enthaltene personenbezogene Daten
  • Ich erkläre mich auch damit einverstanden, dass alle eingegebenen Daten und meine IP-Adresse nur zum Zweck der Spamvermeidung durch das Programm Akismet in den USA überprüft und gespeichert werden. Weitere Informationen zu Akismet und Widerrufsmöglichkeiten