Ortstermin in der Router-Fertigung: So geht „Made in Germany“

Veröffentlicht am: 22. Oktober 2018 Autor: Ralf Koenzen Veröffentlicht in Engagement, Unternehmen Keine Kommentare

Als Geschäftsführer eines mittelständischen IT-Unternehmens hat man mitunter einen vollen Terminkalender. Ein Meeting reiht sich ans nächste, dann geht es schon zum wichtigen Kundenbesuch, auf die nächste Messe oder zum Event, auf dem man die Keynote halten darf.
Diese Termine sind alle wichtig, und viele von ihnen machen auch richtig Spaß. In die letzte Kategorie fällt dann auch eine „Verpflichtung“, die ich Anfang Oktober in Überlingen am Bodensee wahrnehmen durfte.

Zu Besuch in der Fertigungsstätte

Wie Sie wissen, entwickeln und fertigen wir den ganz überwiegenden Teil unserer Produkte hier in Deutschland. Dieses „Made in Germany“ ist von jeher fester Bestandteil der LANCOM DNA. Dies war bereits bei der Unternehmensgründung 2002 der Fall und hat sich bis heute nicht geändert.
Dennoch löst es in Zeiten globaler Lieferketten und von Mega-Fertigungsstätten in Asien immer wieder Erstaunen aus, wenn wir von unserer Produktion hier in Deutschland sprechen. Auf das Erstaunen wiederum folgt dann oftmals eine große Neugierde.
Also haben wir im Herbst kurzerhand eine Gruppe von Journalisten aus Österreich und der Schweiz eingeladen, sich genau diese Fertigung einmal anzusehen. Herausgekommen ist ein spannender Ausflug zu einem unserer deutschen Auftragsfertiger.  Im schönen Überlingen am Bodensee hat die Firma RAFI Eltec bis heute mehr als eine Million Geräte für LANCOM gefertigt.

Moderne Router-Fertigung und Top-Qualität

Nach einer kurzen Einführung in die Verhaltensregeln zur Werksbesichtigung wurden die grünen Besucher-Kittel übergestreift und ab ging es zur ersten Station: dem Materiallager. Hier liegen mehrere tausend verschiedene Bauelemente für die Bestückung der Router-Platinen. Wer einmal einen Blick in das Innenleben unserer Router & Access Points geworfen hat, der kann sich vorstellen, was da alles an Bauteilen zusammenkommt.
Danach ging es in die hochmoderne Fertigungshalle, in der die Platinen erwärmt und dann bestückt werden. Dies erfolgt sowohl maschinelle als auch von Hand – je nach Art und Größe des Bauelements. Im Anschluss konnten sich die Besucher einen Eindruck von der Endmontage machen, bei der die Platine ihr Gehäuse erhält.
Zu guter Letzt wird geprüft, ob alles richtig funktioniert sowie die aktuelle Firmware aufgespielt – fertig! Einen solch tiefen Einblick in die Fertigungsprozesse moderner Hardware erhält man sicher nicht jeden Tag und für die Journalisten aus der Schweiz und Österreich war die Tour gleichzeitig eine tolle Gelegenheit, um aus erster Hand zu erfahren, wofür „Made in Germany“ steht.

Kurze Wege, Sicherheit & Vertrauenswürdigkeit

Warum aber steht LANCOM seit seiner Gründung hinter dem Qualitätssiegel „Made in Germany“? Das wohl stärkste Argument, das für eine Fertigung in Deutschland spricht, ist zweifelsohne die Qualität. Hohe Standards sorgen für exzellente Produkte, die langlebig sind und zuverlässig arbeiten. Zwei Werte, für die LANCOM Router & Co. seit jeher stehen.
Auch die räumliche Nähe zu unseren Dienstleistern ist ein großer Vorteil. Produktionskapazitäten können flexibel angepasst werden und die Geräte sind für unsere Kunden extrem schnell verfügbar. Das ist selbst dann realisierbar, wenn ein Großprojekt überraschend viel früher ausgerollt werden soll als geplant – was wir immer wieder erleben. Außerdem können wir uns jederzeit ohne Aufwand vor Ort einen Eindruck von der Arbeit unserer Auftragsfertiger machen. Der regelmäßige und sehr enge Kontakt erleichtert persönliche Absprachen und stärkt auch das gegenseitige Vertrauen. Womit wir bei einem weiteren wichtigen Punkt wären: der Vertrauenswürdigkeit.
Nach unserem Verständnis ist ein gesundes Vertrauensverhältnis zwischen Auftraggeber und Fertiger ganz essenziell für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Dazu gehört beispielsweise, dass wir uns darauf verlassen können, dass Produkte exakt nach unseren Vorgaben bestückt werden, um so auch eine Manipulation in der Lieferkette bestmöglich auszuschließen. Denn am Ende sollte eine Lieferkette stehen, auf deren Integrität ich mich als Hersteller verlassen kann. Das gibt auch dem Endkunden zusätzliche Sicherheit.
Damit profitieren unsere Kunden und wir als Hersteller in vielerlei Hinsicht von „Made in Germany“: höchste Qualität in der Produktion, schnelle Verfügbarkeit dank flexibler Produktionskapazitäten sowie kurze Lieferwege und hohe Sicherheit.

Sahnehäubchen Nachhaltigkeit

Auch in Sachen Nachhaltigkeit punktet die Fertigung in Deutschland. Einerseits haben wir sehr kurze Wege und hinterlassen damit auf dem Transportweg einen möglichst kleinen CO2-Fußabdruck. Vor allem aber unterliegt eine Produktion hierzulande natürlich viel strikteren Umweltschutzbestimmungen als die Fertigungsstätten in China und anderen asiatischen Staaten. Dasselbe gilt für die Einhaltung von Arbeitsschutzstandards, Menschenrechten und eine faire Bezahlung – alles Themen, die uns als deutschem Unternehmen sehr, sehr wichtig sind und die sich auch in den weit überdurchschnittlichen Ergebnissen bei unseren externen Nachhaltigkeits-Audits widerspiegeln.
Besonders freut uns, dass RAFI unsere Router, Access Points, Gateways und Controller in einem hochmodernen Werk fertigt, das verstärkt auf regenerative Energien setzt. Die Stromversorgung erfolgt ausschließlich über Ökostrom und ein großer Anteil der Energie wird über die beeindruckende Photovoltaikanlage auf dem Dach der Fertigungshalle gewonnen.
Die Fertigung in Deutschland ist kein Luxus den wir uns einfach so gönnen. Die handfesten Vorteile sprechen eine deutliche Sprache. Und wer sich gerne einmal selbst einen Eindruck davon verschaffen möchte, dem empfehle ich einen Blick in das sehr schöne Image-Video der RAFI Eltec. Natürlich mit dem einen oder anderen LANCOM als Protagonisten.

Verwandte Posts

Kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.