LANCOM feiert Geburtstag: 15 Jahre Netzwerktechnik „Made in Germany“

Erinnern Sie sich noch an das Jahr 2002? Nahezu die gesamte IT-Branche trieb im Fahrwasser der im März 2000 geplatzten Dotcom-Blase vor sich hin. Die Zukunft vieler Unternehmen war immer noch ungewiss. Ein denkbar schlechter Zeitpunkt, um ein IT-Unternehmen zu gründen, könnte man meinen. Wir wagten es dennoch und nahmen im Mai 2002 mit einem kleinen aber sehr engagierten Team den Geschäftsbetrieb der LANCOM Systems GmbH auf.

Vom Startup zum führenden deutschen Anbieter

Das Ergebnis: In 15 Jahren haben wir mit LANCOM eine wahre Erfolgsgeschichte „Made in Germany“ geschrieben. Aus einem Startup mit knapp zwei Dutzend hochmotivierten Mitarbeitern ist ein Unternehmen mit fast 300 engagierten Kolleginnen und Kollegen erwachsen. Aus einem Vertriebsnetzwerk, das damals nur wenige Distributoren und Fachhändler zählte, wurde über die Jahre eine breitgefächerte Partnerlandschaft, die mittlerweile weltweit mehr als 7.400 Partner umfasst.

In nur wenigen Jahren hat sich LANCOM als führender deutscher Anbieter professioneller Netzwerk-Lösungen für Geschäftskunden und die öffentliche Hand etabliert. Selbst das EU-Krisenjahr 2010 konnten wir dank voller Auftragsbücher mit zweistelligem Umsatzwachstum abschließen.

Bewusst gegen den Strom

Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit haben seit jeher oberste Priorität bei LANCOM. Wie konsequent wir dies umsetzen, zeigt unsere Unternehmensphilosophie: wir entwickeln unser eigenes Betriebssystem (LCOS) sowie die auf SDN-Technologie basierende LANCOM Management Cloud (LMC) selbst, bieten Cloud-gestütztes Netzwerk-Management aus deutschen Rechenzentren, fertigen unsere Produkte in Deutschland und können die Backdoor-Freiheit unserer Lösungen garantieren. Das alles dank Unternehmenssitz in Deutschland und einem starken deutschen Gesellschafterkreis.

Mit unserem konsequenten „IT-Security made in Germany“ schwammen wir bewusst von Beginn an gegen den Strom im Netzwerkmarkt. Und das mit großem Erfolg! Während wir seit Gründung im Schnitt zweistellig und in vielen Jahren deutlich schneller als der Markt wuchsen, wurde unser Bedeutungsgewinn auch nach außen zunehmend sichtbar.

So standen wir als deutsches IT-Unternehmen 2010 das erste Mal richtig im Rampenlicht, als uns die Bundeskanzlerin auf der CeBIT besuchte. Doch die Zukunft sollte zeigen, dass das Interesse der deutschen Politik an heimischen IT-Lösungen weiterwachsen sollte.

Snowden-Enthüllungen: Die digitale Welt wird erschüttert

Bundeskanzlerin Merkel besucht 2014 den CeBIT-Messestand der LANCOM Systems.

2013 ließ Edward Snowden mit seinen NSA-Enthüllungen dann die sprichwörtliche Bombe platzen. Wie es der Zufall wollte, hatten wir nur wenige Wochen zuvor eine Zertifizierung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) abgeschlossen. Schlagartig wurde vielen Nutzern klar, warum wir Alternativen, warum wir Gegenentwürfe zu US-amerikanischer und auch asiatischer Technik brauchen. Große Tages- und Wirtschaftsmedien machten plötzlich mit uns auf. Die Politik stand Schlange und auch Bundeskanzlerin Merkel besuchte uns 2014 ein weiteres Mal.

In dieser Zeit hatte ich den Eindruck, dass wir aus dem politischen Händeschütteln nicht mehr herauskamen. Denn Politik und Informationstechnologie gehörten mittlerweile untrennbar zusammen, digitale Themen rückten immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit. Dass dieses Gefühl nicht trügerisch war, hat auch unser Engagement gegen den Routerzwang gezeigt, genauso wie die öffentlichen Diskussionen um die WLAN-Störerhaftung oder die Funkprodukte-Richtlinie der EU (Radio Equipment Directive). Die Beispiele machen deutlich, wie wichtig und umfassend die Vernetzung für unsere Gesellschaft geworden ist.

Mit zunehmendem Wachstum der LANCOM gewann auch unsere gesellschaftliche Verantwortung immer mehr an Bedeutung. Das zeigt sich heute anhand vieler Projekte und an unserer Nachhaltigkeitsstrategie. So engagieren wir uns zum Beispiel in der Städteregion Aachen in zahlreichen Bildungs- und Sozialprojekten und kooperieren mit dem Aachener Hilfswerk missio beim Thema Konfliktmineralien.

Schnelllebiges Geschäft

Die IT-Welt und auch die Netzwerkbranche sind schnelllebig. Das war schon immer so. Kaum ein Monat vergeht ohne neuen Hype. Trends kommen und gehen. Beständigkeit ist hier keine Selbstverständlichkeit. Was wir aber schon in den ersten Jahren der LANCOM gemerkt haben: Kunden schätzten Verlässlichkeit. Gerade im Kontext hochsensibler Projekte, wie es ein Netzwerk nun mal ist, brauchen sowohl Partner als auch Endkunden einen starken Mitstreiter, der sich aktiv einbringt und zur Stelle ist, wenn es irgendwo drückt. Und da konnten und können wir als LANCOM damals und heute punkten: mit hoher Kontinuität im Management und bei den Mitarbeitern – von der ursprünglichen Gründungsmannschaft sind heute noch fast alle Kollegen an Bord –, mit Verlässlichkeit und einer auf Langfristigkeit ausgelegten Unternehmens- und Produktstrategie.

Natürlich haben sich die Anforderungen über die Zeit stark gewandelt. In den ersten Jahren dieses Jahrhunderts waren Themen wie Wireless LAN, Hotspots und VPN-Standortvernetzung für viele Unternehmen noch Neuland. Mittlerweile hat die Digitalisierung uns aber ausnahmslos alle eingeholt. Es gibt eigentlich kein Unternehmen, keine Organisation, die von der Digitalisierung ihrer Geschäftsabläufe und -prozesse und von neuen Diensten nicht profitieren. Mehr noch: wer heute nicht auf den Zug der Digitalisierung und Vernetzung aufspringt, sieht langfristig seine Wettbewerbsfähigkeit massiv gefährdet.

Mehr Einfachheit und Flexibilität für komplexe Anforderungen

Auch für uns hatte das natürlich Konsequenzen. Bauten wir vor 15 Jahren noch einzelne Produkte – zum Beispiel den Access Point nach dem jeweils neuesten Standard –, stehen für uns heute leistungsfähige Gesamtlösungen im Vordergrund, die einen gordischen Knoten lösen müssen: Während die Anforderungen an Netzwerke immer höher und komplexer werden, benötigen die Kunden bei ihren Infrastrukturen gleichzeitig maximale Einfachheit und Flexibilität, um diese Komplexität überhaupt beherrschbar zu machen.

Heute schaffen wir mit unseren Lösungen und Produkten eine Basis, die der Wirtschaft und Verwaltung die digitale Evolution und Transformation ermöglicht. Eine große Herausforderung, die für mich über die Jahre nichts an Faszination eingebüßt hat.

So freue ich mich immer wieder, wenn ich von spannenden und außergewöhnlichen Projekten höre und lese. Wussten Sie zum Beispiel, dass unsere WLAN-Lösungen seit vielen Jahren elementarer Bestandteil von Marsmissions-Simulationen sind und dort unter extremen Bedingungen, z. B. auf Gletschern oder in der afrikanischen Wüste, eingesetzt werden?

Innovationen, Innovationen, Innovationen…

15 Jahre sind eine lange Zeit und gerade die IT-Branche ist sehr innovationsgetrieben. Verpasst man hier einen wichtigen Trend, kann das nachhaltige Folgen haben. Das gilt für Hersteller und Anwender gleichermaßen.

Wir haben bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass wir innovative Lösungen als Erster in den Markt bringen können – trotz eines Wettbewerbsumfeldes, das noch heute von US-amerikanischen und asiatischen Großkonzernen mit Zehntausenden von Mitarbeitern geprägt ist.

2002 kam der weltweit erste WLAN Access Point mit VPN-Integration von uns. Ein Jahr später erblickte der erste simultane Dualband Highend WLAN Access Point von LANCOM das Licht der Welt – eine echte Weltneuheit. 2008 brachten wir als erster Hersteller einen Mobilfunk-VPN-Router in den Markt, und vor nicht einmal drei Jahren entwickelten wir dann den weltweit ersten WLAN Access Point, der zusätzlich die Ansteuerung elektronischer Displays/Preisschilder und Bluetooth Low Energy unterstützt – und der schon heute aus zahlreichen Retail-Ketten nicht mehr wegzudenken ist.

Der nächste Meilenstein: die LANCOM Management Cloud

Mit der LANCOM Management Cloud schreiben wir derzeit erneut Geschichte. Sie ist die erste hyper-integrierte Netzwerkmanagement-Lösung weltweit und kann mit den Ansätzen unserer großen Wettbewerber nicht nur mithalten, sondern geht das entscheidende Stück weiter. Dank konsequent angewandter „Software-defined Networking-Technologie“ können zukünftig ganze LANCOM Infrastrukturen auf Wunsch nahezu vollautomatisiert konfiguriert und ausgerollt werden. Die Fachleute sprechen hier von SD-WAN, SD-LAN oder SD-WLAN – Begriffe, die auch bei uns erst einmal Einzug halten mussten.

Ein großes Dankeschön!

Trotz aller Innovationen: 15 Jahre LANCOM wären ohne Sie, liebe Partner und Kunden, und ohne Euch, liebes Team, nicht möglich gewesen!

Daher möchte ich an dieser Stelle die Chance nutzen und allen LANCOM Partnern, Kunden und natürlich an vorderster Front auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz herzlich für 15 tolle LANCOM Jahre danken! Ich freue mich darauf, unsere Erfolgsgeschichte mit Ihnen und Euch weiterzuschreiben.

 

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Ein Kommentar zu “LANCOM feiert Geburtstag: 15 Jahre Netzwerktechnik „Made in Germany“
  1. Thorsten Ramm sagt:

    Es ist iimer wieder sehr schön diesen Blog zu lesen. Ich freue mich jedesmal ein Teil dieser Familie zu sein.
    Beste Grüße an alle Leser

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